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Die Augen von Anna

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Das Buch "Die Augen von Anna. Deutsche Poeten über den Frieden" ist Anfang Dezember 2023 im Moskauer Verlag "U Nikitskich Worot" erschienen. Die Verfasser sind mein Freund Wolodja Fadejew und ich, Uwe Durak aus Greifswald. Es beinhaltet Gedichte über den Frieden von deutschen Poeten und Autoren - vom 18. Jahrhundert bis heute - über 50, ausgesucht von mir und übersetzt von Wolodja, der Mitglied des Russischen Schriftstellerverbandes ist und einst ein Mitstudent von mir am MEI-Moskauer Energetischen Institut (1971-77).

Ein Vorwort zum Buch hat Tino Eisbrenner geschrieben, eins kommt vom Russischen Schriftstellerverband, eins von Wolodja, eins von mir.

Das Buch spielte eine Rolle auf dem Jekatarina-Forum in Moskau.

Im März 2024 haben wir eine Buchpräsentation im Kulturhaus des Moskauer Energetischen Institutes veranstaltet.

Uwe Durak, Greifswald

Am 16.05.2024 gab es in Greifswald eine literarisch-musikalische Präsentation des Buches mit "Brückenbauer", Poet und Sänger Tino Eisbrenner.

Weitere Präsentationen werden folgen. Gern können auch Termine und Orte vorgeschlagen werden.

 

83. Jahrestag des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion

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Am 22. Juni 2024 jährt sich zum 83. Mal der faschistische Angriff auf die Völker der Sowjetunion.

Dieser Tag ist für uns ein Tag der Trauer, der Scham und des Nachdenkens über unsere historische
deutsche Schuld. Von deutschem Boden ging ein beispielloser Vernichtungskrieg aus, geboren aus
Eroberungssucht und Rassismus gegen die Völker der Sowjetunion. Er brachte unendliches Leid über
die Menschen und forderte allein in der Sowjetunion mehr als 27 Millionen Opfer, vor allem aus
Russland, der Ukraine und aus Belarus.
Teil der Verantwortung unserer Generation ist es, dass niemand diese Gräueltaten je vergessen,
relativieren oder gar leugnen darf. Zur Geschichte Europas gehört auch, dass die Sowjetunion unter
großen Opfern den Faschismus besiegt und Deutschland von dieser Terrorherrschaft befreit hat. Zur
Geschichte gehört ebenso, dass die Sowjetunion und ihr Rechtsnachfolger Russland maßgeblich die
Wiedervereinigung Deutschlands und ein Ende des Kalten Krieges ermöglicht haben.
Frieden in Europa gelingt nur, wenn auch Russland Teil der Lösung ist.
Deshalb rufen wir die Politiker und Medien Europas in Ost und West auf: Verlasst endlich die Logik
des Kalten (und Heißen) Krieges!
Nicht die Raketenzahlen, Panzertruppen oder Rüstungszahlen müssen wachsen, sondern die
Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Durch konkrete Arbeit in Städtepartnerschaften, im
Jugendaustausch, in Wirtschafts- und Wissenschaftskooperationen verlassen wir die Gefängnisse der
Feindbilder, Vorbehalte, Ängste und Schuldzuweisungen!

Lasst uns endlich das Töten beenden und Frieden schaffen! Statt Waffen müssen Diplomaten sprechen!
Dies ist die Lehre des 22. Juni 1941.
Sie darf in ihrer Bedeutung nicht durch den aktuellen Krieg Russlands in der Ukraine geschmälert werden.

Mehr Waffen werden keinen Frieden schaffen! Wir wollen keinen Stellvertreterkrieg in der Ukraine.
Die Völker Europas warten auf eine Beendigung des Krieges.


(Die Wähler in Deutschland gaben bei Befragungen zu ihrem Wahlverhalten nach der Europawahl am 09.06.2024 die Frage des Friedens als eine der Hauptursachen ihrer Wahlentscheidung an. Wann fängt die deutsche Regierung endlich an, die Mehrheitsmeinungen anzuerkennen und in ihrer Politik zu berücksichtigen?)


 


 

Wie war das mit den Russen?

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Seit über 20 Jahren gibt es bei der Osteuropa-Freundschaftsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern das Projekt SPUREN DER GESCHICHTE.

Wir

  • verlegten u. a. das Buch "Durch den Tunnel zu den jüdischen Partisanen" von Jack Kagan, einem Zeitzeugen des jüdischen Ghettos von Nowogrudok/Belarus, in Deutsch und Russisch,
  • brachten Reiseberichte von Jugendlichen ins Workcamp Parfino bei Nowgorod/Russland heraus, die dort u. a. sowjetische und deutsche Kriegsgräber pflegten und sich mit der Geschichte des 2. Weltkrieges beschäftigten (z. B. mit dem Kessel von Demjansk und der sog. Mecklenburger Division)
  • veröffentlichten als Nachauflage zusammen mit VVN-BdA das Werk des Historikers Joachim Aust "8. Mai 1945 - Kriegsende und Befreiung in Mecklenburg-Vorpommern. Ereignisse-Dokumente-Standpunkte"
  • stellten zusammen mit Joachim Aust historisches Material zu den letzten Tagen des Krieges und den ersten Wochen des Friedens 1945 für das Land Mecklenburg-Vorpommern als Flyer zusammen, der Fotos enthält, die z. T. hier erstmals veröffentlicht wurden.

Unser neuestes Projekt "Wie war das mit den Russen?" entstand aus dem Fakt, dass in Schwerin das Divisionsmuseum der Sowjetarmee/ Westgruppe der Streitkräfte verblieb. Unserem Wissen nach ist das einmalig in Ostdeutschland, wenn es auch in Wittenberg z. B. eine hervorragende Dokumentation örtlichen Bezugs von 1945 bis zum Abzug der Truppen 1993/94 im Haus der Geschichte (inkl. DDR-Museum) gibt.

In Schwerin ist es bisher nicht gelungen, die Exponate der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir arbeiten daran und Freund Hartmut Winterfeld hat schon des Öfteren Vorträge zu diesem Divisionsmuseum gehalten. Derzeit machen wir Zeitzeugen ausfindig, um ihre Erinnerungen (und ggf. Fotos, Wimpel, Urkunden, Abzeichen, Chroniken etc.) aus der Zeit von 1945 bis heute zu bewahren.

2019 gab es im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst eine Sonderausstellung zu 25 Jahre Abzug der WGT (Nachfolger der GSSD) aus Deutschland. In diesem Zusammenhang hatten wir Videoaufnahmen unseres ehemaligen Landesvorsitzenden Günter Brock, die dieser im Zeitraum 1990-1994 vom Truppenabzug gemacht hat, dem Museum übergeben. Das Berliner Museum plant einen Neubau, um die Periode 1945-1994 als Teil der neueren Geschichte permanent der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zum 80. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22.06.2021 hat der "Arbeitskreis 8. Mai" im Bundesverband Deutscher West-Ost-Gesellschaften e. V. die Publikation "OSTERKUNDUNG. FRIEDENSBOTSCHAFT. Persönliche Begegnungen von Menschen aus Deutschland mit Russen, Ukrainern, Weißrussen und anderen östlichen Nachbarn seit 1945" herausgegeben. ISBN 978-3-96611-012-9. In diesem Band sind auch viele Beiträge von unseren Mitgliedern in Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Das Buch kann über unseren Landesverband bezogen werden.

AUFRUF: Wer sich gern mit seinen Erinnerungen aus fernerer und neuerer Zeit als Zeitzeuge zur Verfügung stellen möchte, kann sich unter unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. / 0173 48 47 316 mit Kerstin Voigt in Verbindung setzen.
 
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